Grenzwachturm

WATCHTOWER SCHLESISCHER BUSCH

Puschkinallee

Opening hours 2016

May through October

Saturday 11 am – 2 pm

Sunday 11 am – 5 pm

and by appointment.

Grenzwachturm

Grenzwachturm vor dem Flutgraben 2016

 


    Im Park steht ein quadratischer, viergeschossiger Turm der ehemaligen Grenztruppen der DDR. Von hier aus wurden insgesamt 18 Wachtürme sowie die Sicherungsanlagen dieses Abschnitts beaufsichtigt. Es handelt sich um einen von drei noch erhaltenen Wachtürmen der Berliner Mauer im Stadtgebiet. Im Sockel des Turms waren eine Heizung, Telefonleitungen zu den übrigen Türmen sowie technische Anlagen installiert. Neben dem Eingang befanden sich eine Arrestzelle sowie eine Toilette und eine Waffenkammer, darüber ein Aufenthaltsraum für die Wachsoldaten. Die Luken sind mit Eisenklappen ausgestattet, was darauf hindeuten könnte, dass der Turm u. a. auch für die Sicherung der sowjetisch-chinesischen Grenze eingesetzt werden sollte. Andere Quellen besagen, dass der Turm mit den Klappen ein „wehrhaftes Aussehen“ erhalten sollte Im zweiten Obergeschoss befand sich der mit großen Panoramafenstern ausgestattete Beobachtungsstand („Freiwache“) mit einer Schalttafel der Überwachungsanlage. Der Turm wurde drei Tage vor dem offiziellen Ende der Grenzkontrollen am 1. Juli 1990 von dem Künstler und Liedermacher Karl Winkler besetzt und zu einem „Museum für Verbotene Kunst“ umgewidmet. Nach dessen Tod im Jahr 1994 arbeitete der Verein „Museum der Verbotenen Kunst e. V.“ unter der Leitung von Doreen Grunert und Roland Prejawa bis 2000 weiter und organisierte Ausstellungen und Veranstaltungen im Wachturm. Danach übernahm der Verein Flutgraben e. V. den Turm und nutzt ihn bis heute für Ausstellungszwecke.

     

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